Keilwirbel sind angeborene Mißbildungen der Wirbelsäule und entstehen nicht durch falsche oder übermäßige Bewegung beim (Jung-)Hund. Sie sind die häufigste Form der mangelhaften Wirbelkörperausbildung beim Hund. Andere vererbte Mißbildungen sind Blockwirbel, Schmetterlingswirbel und Übergangswirbel.

 

Es besteht der Verdacht, daß sich Keilwirbel aufgrund einer genetisch bedingten mangelhaften Entwicklung oder mangelhaften Durchblutung der Verknöcherungskerne einzelner Wirbelkörpervorstufen während der Embryoentwicklung ausbilden.  Betroffen sind vor allem Hunderassen mit korkenzieherähnlichem Schwanz, wie die englische Bulldogge. Der deformierte Schwanz besteht auch aus Keilwirbeln.  

 

Keilwirbel können einzeln oder mehrfach auftreten, häufig treten mehrere Keilwirbel direkt nebeneinander auf. Üblicherweise befinden sich Keilwirbel in der mittleren und etwas seltener in der hinteren Brustwirbelsäule.  

 

Die meisten Hunde mit Keilwirbel haben keine klinischen Symptome, es kann aber auch zu neurologischen Ausfällen kommen.

 

Diese Ausfälle sind charakterisiert durch Schmerzen, Gehstörungen der Hinterhand mit schwankendendem Gang und Lähmungserscheinungen. Die neurologischen Ausfälle werden meistens in einem Alter von ca. 6 Monaten bis 1,5 Jahren beobachtet und verschlechtern sich in der Regel langsam über mehrere Monate.

 

Ursachen sind fortschreitende Wirbelsäulenfehlstellung wie Buckel nach oben, Eindellung der Wirbelsäule nach unten, Krümmung der Wirbelsäule zur Seite.

 

Keilwirbel können durch Röntgenaufnahmen in Seiten- und Rückenlage einfach festgestellt werden ohne Narkose oder Sedation.  Bei Hunden mit neurologischen Störungen müssen weitere Untersuchungen in Vollnarkose vorgenommen werden wie Röntgenkontrastdarstellung des Rückenmarks, Computertomographie oder Kernspintomographie. Diese Untersuchungen sind nötig, um die Schwere, Art und Stelle der Rückenmarksschädigung festzustellen.

 

Zeigen Hunde Lähmungserscheinungen, sollten diese sobald wie möglich ausführlich und gründlich untersucht werden. Je länger die Lähmung besteht, desto schlechter sind die Chancen auf Verbesserung.

 

Im Sinne der Rassegesundheit und aus Tierschutzgründen wäre eine strengere Zuchtkontrolle wünschenswert. Hierzu sollte bei alle Zuchttieren eine Röntgenuntersuchung vorgenommen werden, um Hunde mit Keilwirbel zu identifizieren und gegebenenfalls aus der Zucht auszuschließen.

 

Da wären wir dann wieder beim so beliebten Thema GELD! Röntgen kostet Geld, ein teuren kranken Hund aus der Zucht zu nehmen kostet Geld, wenn man mit dem Hund keine Welpen mehr   produzieren kann, bringt das kein Geld, einen neuen Hund kaufen kostet wieder Geld etc..

 

Also warum etwas untersuchen, was doch von aussen niemand sehen kann?!   Der Geldgierige trifft immer wieder auf einen Dummen und so schliesst sich der Kreis. Es ist traurig und schade für die Tiere aber der Mensch ist so und wird immer so bleiben. Wir haben diese Erfahrungen auch machen müssen, weil wir uns nicht ausreichend informiert haben und vor allem weil wir dem Gesäusel und Geschwätz der Züchter geglaubt haben, aber auch die Papiere der Hunde nicht das Papier Wert waren auf dem sie Gedruckt waren. Augen auf beim Hundekauf!!!

 

 

 

Bei der Begutachtung werden 5 Grade unterschieden

 

I.Grad – es liegen keine Keilwirbel vor         

    * zur Zucht zugelassen

II.Grad – es liegen 1 - 3 Keilwirbel vor, wobei sich kein ausgeprägter Keilwirbel am Übergang Brust-/Lendenwirbelsäulenbereich befindet

    * zur Zucht zugelassen

III.Grad – es liegen 4 - 6 Keilwirbel vor, wobei kein ausgeprägter Keilwirbel am Brust-/ Lendenwirbel-Säulenbereich vorliegt

    * zur Zucht zugelassen

IV.Grad – es liegen ausgeprägte Keilwirbel am Übergang Brust/Lendenwirbelsäulenbereich vor              

    *für die Zucht zugelassen, dürfen aber nur mit Grad I und Grad II verpaart werden

V.Grad – es liegen mehr als 6 Keilwirbel vor              

    * keine Zuchtzulassung

 

 

 

Patella-Luxation

Besonders bei Kleinhunderassen häufig verbreitete Funktionsstörung, die in unserer Sprache mit ausrenken der Kniescheibe deutlich zu übersetzen  wäre.

 

Grad I

Kniescheibe kann nur mit manueller Hilfe heraus gedrückt (luxiert) werden, während sie in der Bewegung des Hundes jedoch an ihrem Platz bleibt.              

    *zur Zucht zugelassen

Grad II Auch hier kann man die Kniescheibe luxieren und sie springt gelegentlich heraus, wenn der Hund läuft, bzw. rennt. Sie kann manuell wieder zurückgeschoben werden, sie renkt sich aber auch durch die Bewegung des Hundes wieder ein.     

    *zur Zucht zugelassen

Grad III Hier luxiert die Kniescheibe häufig. Man kann zwar mit manueller Hilfe wieder einrenken, aber sie bleibt nicht an ihrem Platz,

sie springt immer wieder heraus.    

    *keine Zuchtzulassung

Grad IV Man kann mit manueller Hilfe nichts machen, die Kniescheibe ist dauernd ausgerenkt, sie kann auch nicht mehr an ihren Platz geschoben werden.    

    *keine Zuchtzulassung

 

 

 

 

 

 

 

 

Gründe

Bei Hunden, deren Bänder, Sehnen oder Muskeln in den Hinterbeinen zu schwach sind, oder deren Ober- und Unterschenkelknochen nicht gerade sind,

tritt diese Funktionsstörung am häufigsten auf. Auch wenn der normale Platz der Kniescheibe, die Rille im Kniegelenk zu schmal oder zu flach ist,

kommt es zur Patella Luxation.

 

Deutliche Hinweise

Wenn ein Hund beim laufen dazu neigt, ein Hinterbein hochzuziehen, oder hüpft auf einem Hinterbein. Manche bewegen beim laufen beide Hinterbeine synchron, wie ein Kaninchen, auch hier läßt sich vermuten, daß eine der Kniescheiben verrutscht ist, so daß er das entsprechende Hinterbein weder anwinkeln, noch belasten kann.

Die Patella Luxation wird durch Übergewicht des Hundes stark begünstigt !!! Auch sollten Sie dafür sorgen, daß Ihr Hund durch regelmäßige Bewegung fit gehalten wird. Zum kräftigen der Muskeln rund um die Kniescheiben empfehlen sich mäßige Steigungen.

Es können sowohl nur eines, als aber auch beide Hinterbeine von Patella Luxation betroffen sein. Auch spielt normal das Geschlecht keine Rolle, während man dennoch bedenken sollte:

Hündinnen haben während der Läufig- und Trächtigkeit weichere, elastischere Bänder. Dies ist auf die veränderte Hormonproduktion während dieser Phase zurückzuführen. Man sollte also in dieser Zeit keine Kontrolle der Patellen durchführen lassen, wenn man den Normal- Status haben möchte.

 

Konsequenz

Durch häufiges Luxieren der Kniescheibe kann es zu einer für das Tier sehr schmerzhaften, arthritischen Entwicklung des betroffenen Gelenkes führen. Ihr Tierarzt wird Ihnen je nach Grad des Patella-Befundes zu einer evtl. Operation raten.

 

Operation  

Bei diesem chirurgischen Eingriff kann er sowohl die Knochenstrukturen, als auch die Bewegung der Kniescheibe begrenzen. Die Kniescheibe bekommt einen besseren Halt, wenn er die Rille zwischen den Knochenkämmen vertieft. Bei manchen Hunden empfiehlt es sich, die Kniescheibe zu fixieren, damit ein Herausgleiten verhindert wird.

Welche Technik auch immer der Tierarzt in der nötigen Operation nun anwendet, der Hund erholt sich recht schnell und ist normalerweise bereits nach 6 Wochen in der Lage, das betroffene Bein ohne Einschränkung zu bewegen.

 

Hinweis

Wir bitten alle Hundekäufer, ihre Welpen oder Junghunde nicht dazu zu animieren, von Couch, Sessel, Stuhl oder gar Fensterbänken herunterzuspringen!

Nur schon ein Sessel hat in etwa die 3-fache Höhe des Welpen - lassen sie einen großen Hund, z.B. eine Dogge, mal ständig die 3-fache Körperhöhe

hoch- und runterspringen, so in etwa von Ihrem Kleiderschrank. Kann das gesund sein?

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